Mid-November

Mittwoch, 13.11.2013

Nach längerer Abwesenheit, hier mal wieder ein Lebenszeichen ;-)! 

Wie die meisten bereits schon wissen, habe ich bereits zusätzliche Erfahrungen in Sachen Health Care in Amerika gemacht. Dabei sei angemerkt: Bitte tut euch das nicht an und holt euch keine Kniescheibenluxation - vorallem nicht beim Zumba tanzen. Tut weh und ist nicht gut für Körper und Geist ;)! Falls doch heißt die Devise: Ohren steifhalten, lächeln und dabei brav winken. Nach 2 Wochen bravem Stabilisator tragen ist man dann auch wieder soweit das Knie - nur mit einer normalen Sportbandage gestüzt - zu belasten. Dazu kommen noch einige Arztbesuche und physical Therapie und dann läuft man wieder wie geschmirrt. Also man lebt - selbst in Amerika ;)! 

Was habe ich sonst zu berichten aus den letzten 4 Wochen?!

Natürlich: Halloween. Halloween in Amerika - eine ganz große Sache. Prinzipiell kann man sagen, dass Halloween hier sowas wie unser Fasching ist. Man verkleidet sich als was man auch immer gehen möchte - der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Kürbisgesichter, Mottoparties, Haunted Houses etc. gehören zum guten Ton und werden die ganze Woche manchmal auch einschließlich des 1. November gefeiert. Um die Wirtschaft ein bisschen zu unterstützen gibt es Massen an Süßigkeiten und  anderen schaurigen Dekorationen oder Kostümen. Ein wahres Spektakel, bei dem zumindest in den Kreisen der Universität klar die Parties im Vordergrund stehen. 
Der Vorteil Halloween mit Krücken und einer Schiene zu feiern: Man kann sich als Zombie verkleiden und gut ists ;)!

Nach Halloween standen dann die "Midterm" Prüfungen an, die im Regelfall um einiges schwieriger sind als die ersten Prüfungen. Das gute an Amerika's System jedoch: In den meisten Fällen kann man eine schlechtere Note bereits mit Zusatzleistungen oder anderen Leistungen locker ausgleichen und befindet sich damit trotzdem noch im 1 - 2er Bereich :-).

Thanksgiving - letztes Wochenende im November - steht auch schon vor der Tür und erwartet weitere Reiseplanungen. Da fast eine komplette Woche frei ist, kann man sich schon mal einen größeren Trip erlauben: In meinem Fall wahrscheinlich Florida. Ich halte euch auf dem Laufenden in Sachen Planungsstatus und spätestens nach dem Trip mit einem ausführlichen Bericht, den ich hoffentlich noch zu stande bekomme, bevor ich heimfliege :-D! 
Schließlich sind es nur noch 30 Tage bis zum offiziellen letzten Schultag - und damit rückt mein Heimflug immer näher :-).

Soviel zum aktuellen Stand der Dinge.

I'll keep you posted.

 

Random Fact List

Sonntag, 20.10.2013

Here you go. 10 Random facts about life in America:

1. Ein Phänomen unter Männern: T-shirts als Top zugeschnitten. Wer keins besitzt ist uncool.

2. Computer in den Büroräumen werden nie heruntergefahren, genauso wie Lichter nie ausgeschalten werden

3. Es gibt jeden Tag Chicken - in mehr oder weniger verschiedenen Zubereitungsweisen

4. 80% aller Amerikaner hier haben irgendwo ein Tattoo

5. Man bekommt Credits für Sportkurse

6. Die Autos die hier teilweise rumfahren, dürften in Deutschland nicht mal mehr auf die Straße.

7. Es gibt "National Days" für alles... zB."National Peanut Butter Day" oder "National Sleeping Day" oder "National Grey Day"

8. Recycled wird hier fast nichts

9. Airconditioning ist hier das magische Wort. Kaum erreicht das Thermometer 20° wird die Klimaanlage eingeschalten

10. Amerikaner + amerikanisches Bier = Betrunken

Chicagoland

Samstag, 05.10.2013

"School's out for fall break" hieß es doch da für das Wochenende vom 4.10 - 8.10. Schön blöd wären wir gewesen, hätten wir die vollen 4 Tage nicht für einen Ausflug in eine der schönsten Städte des Midwest genutzt: Hello Chicago!

Früh morgens um 7 ging die Reise los: 2 Autos, 9 Reisende, 8h Autofahrt. Wenngleich die Fahrt nach Chicago etwas entspannter war als die nach Niagara Falls/Toronto, so war es dennoch nicht gerade gemütlich 8h in einem Auto mit 4 weiteren Personen zu sitzen. Kurz nach halb4 und Feierabendverkehr haben wir es dennoch geschafft: angekommen an den "Urban Holiday Lofts" in Chicago. Schnell noch einen Parkplatz am Straßenrand gesucht und dann erstmal eingecheckt. Das Hostel lag in einem schnuckeligen Backsteingebäude, über 4 Stockwerke verteilt in einer Seitenstraße zur "Milwaukee Avenue" - eine der größeren Straßenzüge Chicagos :-)!

Nachdem wir alle Formalitäten und wir Mädels unser gemütliches 5er Zimmer - das mit Karrotten dekoriert war - bezogen hatten, ging es zur ersten Erkundungstour in die Stadt. Ein 3 Tagesticket für 20$ sollte sich bei der 10 Minütigen Fahrt auszahlen. Unser erster Stopp war das "Shedd Aquarium" - eines der schmucksten in ganz Amerika. Eine gute Wahl, da es im Laufe unserer Fahrt doch tatsächlich zu schütten begann. 5$ Eintritt für Studenten zur Ebene 1 - ein Sternförmig aufgebauter Ausstellungsraum, der sämtliche Gegebenheiten der Gewässer Amerikas darstellte, von den großen Seen bis zu den Everglades - war für ein 3higes Vergnügen ganz ordentlich. Wieder draußen angekommen, hat es zum Glück kurzzeitig das Regenen aufgehört und wir haben das als Gelegenheit genutzt erstmal was zu Essen zu finden. Ein Pizzaschuppen hat den Zweck vollkommen erfüllt - also rein, raus aus den nassen Klamotten und schön fette Amerikanische Pizza genossen ;)! Gestättigt, durchnässt und müde ging es dann erstmal zurück auf den Heimweg und ins Bett.

Nächster Morgen sah vielversprechend aus. Gut geruht, anständiges Frühstück und strahlender Sonnenschein - also Auf! Unser heutiges Ziel war zunächst Navy Pier. Geplant als einer von 5 Piers zur Waren- und Personenbeförderung, ist es heute eher ein Freizeitpark mit Shoppinggelegenheiten, Restaurants und Fahrgeschäften. Von hier aus starten auch einige Bootstouren wie der "Architectual Cruise" oder das Water Taxi. Nachdem wir uns einen kurzen Überblick verschafft haben, entschieden wir uns erstmal für oben genannte Bootstour durch das Herz Chicagos auf dem Chicago River. Auf der Tour erfährt man so einiges über Chicagos Geschichte und seine Bauten entlang des Chicago Rivers (FunFact: Chicago hat mit allerhand technischer Hilfsmittel die Fließrichtung des Chicago Rivers umgedreht. Fließt der Fluss normal in den Lake Michigan, so fließt er heute in den Mississippi und damit in den Golf von Mexico. Vorteil: Die Verschmutzung des Lake Michigan und damit eines der größten Wasserreservoires ging erheblich zurück ;) ). 

Nach einer kurzen Mittagspause und einigen Quänglerein von Mitreisenden, haben wir uns spontan dazu entschlossen verschiedene Gruppen zu machen. So zogen wir zu 3. los um das restliche Chicago zu erkunden. Zuerst ging es zum ging es weiter zum Buckingham Fountain welcher in fast direkter Linie zum Willis/Sears Tower steht und seine 150 ft hohe Fontaine zwischen dem Great Lake und der Skyline zur Schau stellt. Weiter zum Millenium Park - ein kurzer Spaziergang vom Navy Pier aus und schon steht man im wohl bekanntesten Grün der Stadt. Vorbei am Harris Theater (wunderbares Freiluft Kino/Theater/Konzertmuschel) hin zur wohlbekannten "Cloud Gate" oder auch "The Bean" - wie man sie umgangssprachlich nennt. Ein wahres Wolkentor und unglaublich faszinierend die Skyline der Stadt mal aus einem anderen Wnkel zu sehen.
Nach einer kurzen Pause am Crown Fountain - ein modernes Werk, das auf ein mit Medienkunst traditionellen Wasserspeier anspielt verriet uns ein Blick auf die Uhr, dass es Zeit war, sich auf den Weg zum Willis Tower zu machen. Der Willis Tower ist wohl die bekannteste Touristenattraktion schlechthin: Das Skydeck befindet sich 412 Meter über Straßenlevel und bietet ein einmaliges Erlebnis: Die Ledge. Eigens für den Nervenkitzel gebaute Glaskästen die an die Fassade des Turm angebracht sind und man somit 412m über dem Grund nur von Glas getragen steht. Sweeeet :-)! Nach knapp 1h Warten war es soweit - Sonnenuntergang auf eben gerade erwähnter Höhe mit Blick über Chicago und seiner Bucht. Funkelnd blitzende Lichter überall - toller Ausblick!

   

Hungrig von der ganzen Lauferei, wollten wir dem Tag einen körnenden Abschluss bescheren und haben uns somit auf ins "Giordano's" gemacht. Ein sehr geschäftiges (zw. 6 und 9 Uhr Abends darf man schon mit einer Wartezeit von 40 - 60 Minuten für einen Tisch und die Pizza rechnen) und wohl bekanntes Lokal in Chicago dass mit seiner herausragenden Qualität an einer speziellen Leckerei Chicagos besticht: Der deep-dish Pizza: eine hohe, dick belegte Pizza die beim ersten Anblick mehr einer Quiche gleicht, aber so luftig nach Pizza schmeckt dass man nicht mehr aufhören möchte davon zu essen. Yummie! Satt und Glücklich ging es somit nach Hause.

Der nächste Tag weckte uns mit strahlendem Sonnenschein und warmen Temperaturen. Nichtsdestotrotz wollte ich mir die Gelegenheit nicht entgehen lassen und habe meinen Vormittag im "Art Institut" verbracht, während die anderen sich im "Field Museum" ausgetobt hatten. Im Art Institut findet man alles, von Chinesischer zu Byzantinischer zu Amerikanischer und Moderner Kunst. Das Highlight für mich waren jedoch ganz klar die Fenster von Chagall. Ein Muss. Kurz nach Mittag haben wir uns schließlich alle wiedergefunden und einstimmig beschlossen, dass es an der Zeit ist, das Wetter auszunutzen und an einen von Chicago's Strände (in dem Fall "Oak Street Beach") zu fahren. Weicher Sandstrand im Einklang mit Grün-blauem Wasser und einer beeindruckenden Skyline im Hintergrund - das hat man nicht alle Tage. Und selbst das Wasser war Anfang Oktober noch nicht so kalt wie erwartet. Ein kurzes Fußbad und ein kurzes Nickerchen und wir machten uns wieder auf den Weg in die Innenstadt. Beste Möglichkeit dazu: Einfach der Magnificent Mile die ganze Downtown Chicago durchzieht folgen - das beste daran: man konnte noch nebenbei Essen und Shoppen. Eines der Highlghts hier: Ein Stück Kuchen aus der "Cheesecake Factory". Noch nie in meinem Leben hatte ich so guten Cheesecake gegessen, der nochdazu so gesättigt hat, dass das Abendessen ausfiel. Ein Hoch auf "White Chocolate Macadamia Nut" ;)! Ein weiteres Highlight war das Feeling der Stadt (neben meinem Kauf von Winterstiefeln bei Timberland die hier soviel günstiger sind als Zuhause!) -  besonders je später es wurde. Chicago ist einfach unglaublich freundlich, aufgeschlossen, sauber und easygoing. 

Ein abendlicher Besuch einer Bar inklusive Erkundung unseres Viertels machte den Tag komplett. Der nächste Morgen bestand aus Packen und Auschecken sowie einem kurzen Abstecher nach Chinatown wo wir wunderbar zu Mittag gegessen haben bevor es wieder auf die 8h Heimfahrt ging.
Alles in allem ist Chicago wirklich eine Reise wert - nicht nur wegen der Kunst oder den Jazz-Musikern... If you have the Chance to see it - go for it!

So far so good - I'll keep you posted. 

Oktoberfest - the german experience

Sonntag, 29.09.2013

Etwas verspätet, aber deswegen nicht minder Wahrheitsgetreu möchte ich euch heute über die zahlreichen Imitationsversuche des Original Oktoberfest berichten.

Das Wort "zahlreich" war weder ironisch noch sarkastisch gemeint, im Gegenteil. Die gescheiterte Revolution in Deutschland war einer der Hauptgründe für eine späte, aber große Einwanderungswelle aus Deutschland in die Usa - vorwiegend nach Ohio, Indiana, Illinois, Michigan, Wisconsin etc - sodass um 1850 in manchen Städten Ohio's (z.B. Cincinnati) Deutsche mit über 60% die Hauptbevölkerungsgruppe darstellten. Natürlich brachten eben diese Einwanderer auch ihre Kultur mit - und dazu gehört eben auch das Oktoberfest.
In Columbus - der Hauptstadt Ohio's - wird deswegen alljährlich eines der größten Oktoberfeste der USA veranstaltet. Nicht so bayrisch, groß und lang (eher deutsch, 3 Zelte und ein Wochenende) wie sein Original, aber eben immerhin etwas deutsch-bayrische Kultur ;)!

Dank Tasha, eine meiner Lieblingsamerikanerinen die momentan in Columbus wohnt und arbeitet, hatten ich und Alex die Möglichkeit diese einmalige Chance zu ergreifen und uns ein amerikanisches Oktoberfest anzusehen. Angekommen auf dem "Fair Ground" auf dem der Veranstalter 3 große Zeltverschnitte aufgebaut hatte wurden wir mit dem Schild "Willkommen Oktoberfest" und den deutschen Farben begrüßt. Heuwägen und andere rustikale Dekoration rundeten das Bild ab.
Hungrig und Durstig stürtzen wir uns also in das erste Zelt an dessen Eingang man erstmal "Markerl" gekauft werden mussten. Nach einigen Metern fanden wir uns bereits in der Schlange des Bierausschanks wieder - unsere erste Freude: echtes bayrisches Bier. Vom Paulaner Oktoberfestbier bis zu Löwenbräu gab es hier alles was sich ein echter Bayer nach langer Abstinenz und schlechtem bis mittelmäßigen amerikanischen Bier wünscht. Auch wenn der Preis dem Oktoberfest alle Ehre gemacht hat (8$ für einen ca. 400ml PLASTIKBECHER). Danach ging es auf die Suche nach Essen. Dazu muss man sagen, dass sowohl Alex und ich meistens überfragt waren, was genau an diesem Essen deutsch/bayrisch sein soll - manchmal lagen diese Identifikationsprobleme auch an den entsprechenden Namen (Was zur Hölle soll ein "Schwanken Brauten" sein?).
Nachdem wir das Essensproblem gelöst haben (Eine Wiesswurst ist eine dicke, grobe Bratwurst im HotDog-Brötchen mit Sauerkraut obendrauf), haben wir uns erstmal einen Tisch gesucht, uns das Bier und Essen schmecken lassen und den interessanten Klängen der semi-deutschen Musik gelauscht. Ich muss zugeben, dass die Musik schon in Ordnung war - immerhin konnte die Band das Prosit spielen - aber danach hört das ganze schon auf. Von Liedern wie "Beertrain" das über kameradschaftliches Trinken in Bayern geht und bei dem man Polonaise zu der Melodie von "An der Nordseeküste" laufen soll bis hinzu semi-bayrischen Märschen war alles dabei. 
Generell wurde die Stimmung erst besser bei der nächsten Band. In Original Lederhosn ging es da ganz schön ab - das Highlight: "Das Fliegerlied" inklusive Tanz. Sooooo witzig! Nach dem Spaß auf der Tanzfläche ging es zum Abschluss noch durch Zelt Nummero 2. Ein Zelt voller Krusch und Handarbeiten, inklusive Lebkuchenherzen, Dirndl und handgemachte Türschilder.
Insgesamt eine sehr interessante Interpretation des Oktoberfest, die allerdings auch sehr viel Spaß gemacht hat, vorallem weil einige Amerikaner ihre Trachten (da waren auch richtig uhrige Stücke dabei) ausgepackt haben und somit etwas Flair verbreitet haben.

Die Woche drauf, am 2. Oktober haben wir, die Bewohner des German House, auf dem Campus ein Oktoberfest veranstaltet. Diesmal ganz klassisch mit Lebkuchenherzen, Spezi, Obatzda, Brezn, Kartoffelsalat, Lederhosn bzw. Dirndl und echter bayrischer Musik aus der Anlage zu der man auch gut Fußball spielen konnte :-D! Insgesamt muss man wohl sagen, dass unser Oktoberfest wahrscheinlich noch am ehesten an das Original Oktoberfest hinkam, wenngleich auch ohne Zelt und mit Hamburger :-D. Der Umsatz und die Resonanz war aber erstaunlich, sodass wir zufrieden sein konnten. Leider gibt es davon kaum Bilder, was auch daran lag, dass ich ständig unterwegs war und für Essensnachschub gesorgt habe.

Soviel zu bayrisch-deutscher Kultur in Amerika.

I'll keep you posted.

Yes, we Can...Ada!

Sonntag, 22.09.2013

Hi there folks,

I am back. Nein, keine Sorge, ich bin noch nicht wieder in Deutschland - im Gegenteil. Canada war das Ziel meines Wochenendtrips und ich dachte, ich lass euch daran teilhaben.

Mit leichtem Gepäck für ein Wochenende bewaffnet ging es schließlich am Freitag morgen um 7:30 a.m. los. Die erste Etappe führte uns nach Zanesville, wo wir ein Auto für das Wochenende gemietet hatten. Dank unseres Chauffeurs Rocky (an dieser Stelle sagt bitte jeder einmal "Danke, Rocky"!) waren wir rechtzeitig zur Abholung unseres weißen Chevrolet Sonic an der Hertz Abholstelle. Schnell die Formalitäten geklärt, das Gepäck verstaut und schon ging es auf die weiten der amerikanischen Highways. Das Speed-Limit auf den Autobahnen hier liegt meistens bei 65 mph was ungefähr 105 km/h entspricht; zusätzlich zu den Annehmlichkeiten wie Automatik und Tempomat und den durchwegs geraden Straßen, ergibt das eine eher langweilige Autofahrt - zumindest für den Fahrer. Unsere Lou (an dieser Stelle sagt bitte jeder einmal "Danke Lou" die uns die gesamte Strecke gut und wohlbehalten kutschiert hat) hatte schon einiges zu tun um sich bei Laune zu halten, means dass ab und an durchaus mal das Speed-Limit überschritten wurde (natürlich außer Sichtweite etwaiger Behörden!).
Nach knapp 7h und einer Zeitverzögerung von einer halben Stunde beim Immigrieren nach Canada via Rainbow Bridge durch nicht zur Hand habens aller Dokumente, war die erste Etappe geschafft. Niagara Falls! Unser Hotel - das durchaus einen gewissen Standard vertrat, nicht so wie erwartet - mit Fall View lag gemütlich entlang des Fall Boulevards, ein kurzer Spaziergang und man konnte die Fälle in ihrer Gänze bewundern. Beeindruckend - sowohl die Fälle, als auch die Touristenmassen (insbesondere Chinesen und Deutsche - kein Witz)! Wahrscheinlich auch der Grund, warum Niagara Falls eher einem Volksfest statt einer Stadt gleicht. Von schmucken Hotels wie das Mariott über Riesenrad und Zuckerwatte bis zu Schießständen und Gruselbuden gibt es hier alles. Zumindest macht es einem das Snacken leichter und so ging es nach einer kurzen Stärkung wieder zurück um die Fälle in ihrem Farbspiel zu bewundern.

Nach einer kurzen Nacht ging es früh morgens um 9 schon wieder weiter zum nächsten Reiseziel: Toronto. Eine gute Stunde - sofern es nicht aus Eimern schüttet, wie in unserem Fall - von den Niagara Fällen entfernt, erstreckt sich Toronto entlang des Ontario Lake. Toronto begrüßte uns mit zähem Nebel und Regen - und einer gesperrten Hauptstraße, weswegen es etwas länger gedauert hat um in unser Hotel Downtown zu gelangen. Nichtsdestotrotz konnten wir das Auto erfolgreich parken und uns einchecken. Der Regen hat nicht aufgehört als wir aufbrachen zu unserer Stadterkundung, im Gegenteil. So war unser erster Stop "Eaton" - eines von Canada's größten Einkaufszentren mit über 200 Shops und einer Architektur die der des Münchner Flughafens gleich kommt (zumindest was die gläserne Dachkonstruktion anbelangt). Aufgrund des Wechselkurses wurde es allerdings nur eine kurze Bummlerei, die im währenden Regen ein Ende fand. Mit nassen Schuhen und einer feuchten Hose ging es für uns weiter auf Erkundungstour durch die Stadt. Vorbei an der City Hall und dem Financial District mit seinen Skyscrapern, über dem Roger Center und entlang Yonge Street ging die Tour. Nach kurzem Stop an der Hockey Hall of Fame und dem Hard Rock Café für kleine Souvenirs, ging es erst einmal zum Aufwärmen und Trocknen zurück ins Hotel. Kaum da, lies der Regen nach und eine halbe Stunde später kam die Sonne zum vorschein. Die Gelegenheit ließen wir uns natürlich nicht entgehen und sprinteten förmlich zu dem knapp 600m hohen CN Tower um einen guten Blick auf den Sonnenuntergang über Toronto zu haben. Ganze 36 CAD haben die uns dafür abgeknöpft, aber es war seinen Besuch wert. Fantastische Aussicht über Toronto und die Bay + einen gläsernen Boden + einen Außenrundgang um den Turm. 
Da es schon recht spät war, als wir wieder sicheren Boden unter den Füßen hatten, gab es nur noch einen kleinen Snack und ein gutes Guinness in den recht stark vertretenen Irish Pubs der Stadt.

 

Am nächsten Morgen war das Wetter zum Glück besser und wir konnten uns trotz des Windes auf den Weg zu den Toronto Islands machen. Die Island sind der Stadt vorgelagert und man erreicht sie durch einen viertelstündigen Bootstrip. Hier kommt man her zum Schwimmen, Grillen, Relaxen und wenn man einfach nur einen Ausflug machen möchte. Sehr Idyllisch mit einer tollen Aussicht auf die Skyline :-)!

Und kaum dort, mussten wir auch schon wieder zurück - uns stand noch die 8h Heimfahrt bevor. Hier trifft man auf "Toll Routes" also quasi Mautstrecken, Resting Areas die so groß sind wie Städte und u.a. einen Aldi Foodstore anpreisen (wir haben es geschafft 2x die selbe Raststelle anzufahren :-D), Tankstellen bei denen du immer vorher sagen musst wieviel du denn gerne tanken würdest, Amerikaner mit Autos und rießen Wohnanhängern oder Wohnwägen mit Auto hintendran und viele tote Tiere, u.a. ein ganzes Reh. Außerdem sind die Straßen sehr bumpy und mit "Construction Works" übersäht - kann ich nur für gut heißen ;)! Um 10 Uhr lokaler Ortszeit waren wir schließlich wieder wohlbehalten zurück - danach gab es für uns alle nur eins: das Bett!

So far, so good.

I'll keep you posted.

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